Die Romantik der Nachtzugreisen!
Was waren das für Zeiten, als wir in jungen Jahren mit dem Interrail-Ticket Europa kennenlernten. Nachts im Zug durch die lauen Sommernächte reisen, tagsüber Städte kennenlernen und die Strände des Südens genießen. Es war eine Zeit, in der Dutzende von Nachtzügen alleine vom Münchner Hauptbahnhof aus starteten. Es war die pure Freiheit des Reisens, gepaart mit einer Menge Abenteuerlust. Doch dann wurde es ruhig um die Nachtzüge, denn moderne Hochgeschwindigkeitstrassen verringerten die Reisezeiten und vor allem Billig-Fluglinien sorgten dafür, dass das Reisen mit dem Nachtzug an Attraktivität verlor.
Es war die ÖBB, die Österreichische Bundesbahn, die an den Nachtzügen festhielt, als sich die Deutsche Bahn schon längst vom Nachtzugangebot verabschiedet hatte.
Langsam aber sicher spielt diese Art des Reisens aber wieder eine Rolle. Mit zahlreichen neuen Zügen hat die ÖBB Maßstäbe gesetzt und neue private Anbieter versuchen auf dem Markt Fuß zu fassen.
In einer Welt der Schnelllebigkeit ist das Reisen mit dem Nachtzug wieder eine gelungene Abwechslung geworden, ein Akt der Entschleunigung und ein bisschen auch wieder ein Abenteuer.
Wer diese Art des Reisens mal ausprobieren möchte, sollte gut vorbereitet sein. Denn es gibt ganz unterschiedliche Varianten, wie man eine Nachtzugreise erleben kann. Von günstig und einfach wie ein Flixbus bis zu teuer aber luxuriös fast wie der Orient-Express, (fast) alles ist möglich.