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Interessantes zum Valentinstag

Bar dell' Amore auf dem berühmten Wanderweg der Liebenden, der Via dell' Amore
Bar dell' Amore auf dem berühmten Wanderweg der Liebenden, der Via dell' Amore

Damit man von der mittlerweile sehr anspruchsvollen Aufgabe des Geschenkesuchens für seine Liebsten zwischen Weihnachten und Ostern nicht entwöhnt wird, hat sich der Buchhändler Valentin den Valentinstag einfallen lassen. Sein Ansinnen war, dass man seinen Partner mit dem Roman Adria-Express von Gerrit Fischer überrascht und eine riesige Freude beschert. Aber da es für diesen Kauf nun, heute am Valentinstag, eh zu spät ist, kann ich euch ja auch die Wahrheit über die Hintergründe des Valentinstags erzählen.  

Aber denkt dran: Bald ist Ostern!

 

Der 14. Februar gilt in vielen Ländern als Tag der Liebenden. Über seinen Ursprung gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Hat der Papst im Jahr 469 den Gedenktag zu Ehren des Heiligen Valentin ins Leben gerufen? Und wenn ja, um welchen der 17 heiligen Valentins handelt es sich dabei eigentlich? Um den römischen Priester, der Kranke und Behinderte heilte, Blumen an Verliebte verschenkte und gegen den staatlichen Willen Trauungen vollzog? Vielleicht ist es auch das Fest zu Ehren der Göttin Juno, der Beschützerin von Ehe und Familie, die an diesem Tag traditionell mit Blumenopfern bedacht wird? Ist es gar der mittelalterliche Glaube, dass die Vögel am 14. Februar mit der Paarung beginnen? Hat dieser Tag etwas mit der  normannischen Bezeichnung „Galatin“ zu tun, was „Liebhaber“ bedeutet? Oder ist das römische Fest „Lupercalia“ schuld, bei dem jungen Mädchen Männer zugelost wurden?  Vielleicht hat aber auch die Vereinigung der Floristen ihre Hände im Spiel? Wie dem auch sei, über die genauen Umstände ist man sich bis heute nicht einig. Die Kirche hat sich des Festtages dann auch 1960 entledigt und aus dem Kalender gestrichen. Interessanter ist aber sowieso die Gegenwart.

 

Der nächste Absatz muss für Frauen und Männer getrennt betrachtet werden.

 

Nur für Frauen:

 

Gott sei Dank haben die Floristen und Süßwarenhändler in Deutschland durch ihre verstärkte Werbung dafür gesorgt, dass Männer wenigstens einmal im Jahr gezwungen werden, ihren Frauen Blumen und andere Aufmerksamkeiten zu schenken. Und ihr lieben Frauen, seid froh, nicht in Japan zu leben. Dort schenken die Frauen nämlich den Männern am 14. Februar Schokolade, am besten auch noch selbstgemachte. Ein Schnitzel mit Pommes und Bier oder ein Sky-Abo tuts aber auch. Einen Monat müsstet ihr dort dann auf das Gegengeschenk in Form von weißer Schokolade warten. In Südkorea essen die am 14. Februar und 14. März leer ausgegangenen Damen am 14. April Nudeln mit schwarzer Soße. Da habt ihr es doch in Deutschland vergleichsweise gut getroffen, oder?

 

Nur für Männer:

 

Na, auch schon wieder das Geschenk vergessen? Macht nichts. Frag deine Partnerin, ob sie Lust hat, den Valentinstag mal auf japanisch oder südkoreanisch zu feiern. Schließlich leben wir in einer globalisierten Welt und müssen auch von anderen Kulturen etwas lernen. Sie wird das wohl kaum ablehnen. Und dann erklärst du ihr, dass sie nun dran ist und dir Schokolade schenken sollte. So, wie es in besagten Ländern nun einmal der Brauch ist. Weigert sie sich, dann musst du ihr in einem Monat auch keine weiße Schokolade schenken und sie kann ihre blöden Nudeln mit schwarzer Soße in zwei Monaten selbst löffeln. So ist halt der Brauch. Da kannst du ja auch nichts zu. Wer auf der internationalen Bühne Party machen will, muss halt mal auf Blumen verzichten. Noch ein kleiner Tipp: Falls du Chef bist und von deiner japanischen Angestellten Schokolade geschenkt bekommst, das hat nichts zu bedeuten, sondern ist so üblich.Vernasche also bitte nur die Schokolade.

 

Und wieder alle:

 

Wenn ihr Lust habt, den Valentinstag im Freien zu zelebrieren, dann feiert doch einfach auf brasilianisch. Dort findet der Tag der Liebenden nämlich erst am 12. Juni statt. In Italien wiederum treffen sich die Verliebten auf Brücken, um ein mit den Initialen versehenes Liebesschloß zu befestigen und den Schlüssel ins Wasser zu werfen. Logisch, sie wünschen sich etwas und behalten den Wunsch für sich. Trotzdem helfen Männer danach weder häufiger im Haushalt, noch glotzen sie seltener Fußball. Braucht man sich also gar nicht erst zu wünschen. Mit Weltfrieden, Gesundheit und ähnlichem Kram macht man aber nichts falsch. Dieses Ritual mit den Schlössern ist mittlerweile auch in Deutschland oft zu beobachten. Und gilt als Sachbeschädigung, wenn meist auch als geduldete. Also Vorsicht, die Liebe hat seine Grenzen. In Finnland schickt man am „Freudschaftstag“ anonym Karten an Menschen, die man sehr sympathisch findet. Solltet ihr es unabhängig vom Wetter heiß mögen, dann ist die spanische Art des Feierns angesagt. Verschenkt werden sinnliche Dessous. Wellness, Candle-Light-Dinner und was einem noch so einfällt, gehört zum Programm.

 

Vorsicht aber im Ausland. In manchen Ländern macht man nur dem Menschen ein Geschenk, den man liebt. In anderen aber auch denen, die man mag und sympathisch findet. Das könnte hier und da für Verwicklungen sorgen.

 

Im Gaza-Streifen gab es Jahre, in denen die wertvollen Blumen an das Vieh verfüttert wurden. Grund dafür war die israelische Blockade, die den Export der Pflanzen verhinderte. Doch mittlerweile können auch die Züchter von Gaza-Blumen wieder ins Ausland liefern. Den Gaza-Kühen geht es nun wie vielen anderen Frauen auch: Sie gehen leer aus.

 

In manchen Ländern ist das Feiern des Valentinstags sogar verboten. Bereits der Kauf von verdächtigen Geschenken kann rechtliche Folgen haben. Es gibt Orte, in denen schon Händchen halten in der Öffentlichkeit verpönt ist und eine offensichtlich zur Schau gestellte Liebe zu einem großen Problem werden kann. In Thailand machen viele junge Leute am Valentinstag ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Im strengen Thailand wird das nicht gerne gesehen und so macht die Polizei an diesem Tag Jagd auf die Gesetzesbrecher, die im Alter von unter 21 krasse Verfehlungen, wie zum Beispiel Küssen, begehen.

 

In Deutschland jedenfalls dominieren nach wie vor die Blumen die Liste der Geschenke. Doch wer eine blau blühende Pflanze geschenkt bekommt, sollte sich nicht zu sehr darüber freuen. Schließlich steht blau für Freiheit. Ups. Rot steht für die Liebe, Rosa für zarte Gefühle, Gelb für Lebensfreude und Orange für Lebenslust. Wer schwarz schenkt, war beim Friedhofsgärtner einkaufen und wer grün schenkt, wartet vielleicht noch auf ein blühendes Liebesleben.  Die Rose ist natürlich das eindeutige Zeichen der Liebe. Wer eine Lilie schenkt, ist auch für alle Fälle gerüstet. Sie steht sowohl für Liebe als auch für Vergänglichkeit.  Steht eine Trennung an, kann man sagen, man hätte es schließlich schon angedeutet.

 

Trotz aller Gleichberechtigungsbewegungen hat sich in unserem Land das Männer-Pendant, der Schnitzel- und Blow Job Tag am 14. März, noch immer nicht durchgesetzt. Ein Unding, was die Beauftragten für Männerbelange nicht länger hinnehmen sollten. Jetzt, wo Stuttgart 21 durch ist und wenn Wulff endlich zurückgetreten ist, dann könnte das die nächste große Protestbewegung in Deutschland werden.

 

Wen das ganze Herz-Schmerz-Gedöns nur nervt, der sollte zusehen, dass er noch einen Flug nach London bekommt. In der britischen Hauptstadt gibt es eine stetig wachsende Anti-Valentinstags-Bewegung. Dort findet man Pubs, in denen ein Blind Hate oder Speed Hate angeboten wird, wo angebissene Schokolade und verwelkte Blumen verteilt werden und wo wütende Schluss-mach-Musik gespielt wird. Ein amerikanischer Radiosender verloste sogar schon mal eine Gratis-Scheidung am Valentinstag. Wie dem auch sei, ist deine Ehe die reinste Hölle, dann ist der Valentinstag der perfekte Auftakt für einen Rosenkrieg.

 

Die Singles sind heute auch nicht arbeitslos. Einem alten Glauben zufolge heiratet ein junges Mädchen den Mann, der ihr am Valentinstag als erstes begegnet ist. Hoffentlich war es heute Morgen im Hausflur nicht der alte Opa aus dem Erdgeschoss. Und wenn du die Dorfschönheit bist, dann weißt du auch, wieso sich heute Morgen eine Zeltstadt vor deinem Haus aufgebaut hat oder dich der ekelhafte Briefträger wegen eines Werbeprospektes aus dem Bett geklingelt hat.

 

Und wer sich heute mit allerlei rosafarbenen Utensilien eingedeckt hat und diese noch ein zweites Mal in diesem Jahr nutzen möchte, der sollte sich das erste Wochenende im Juli vormerken. An der italienischen Adriaküste wird die „Notte rosa“ gefeiert, das italienische „Sommer-Silvester“, welches ganz im Zeichen der Farbe Rosa steht. Da kann man dann den ganzen Valentinstagskitsch recyceln.

 

Wenn der Valentinstag auf einen Valendienstag fällt, ist es übrigens ein ganz moderner Brauch, sich ausführlich auf der Seite www.gerritfischer.de umzuschauen. Das bringt Glück und eventuell sogar eine Menge Lesefreude. 

 

Mit den besten Grüßen

 

Gerrit Fischer

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Karsten Saller (Dienstag, 14 Februar 2012 13:53)

    Danke für die Info! Ich bin sofort zum Flughafen gefahren. Flüge nach Madrid sind leider alle voll. Daher werde ich zusehen, noch ein Ticket nach Tokio zu ergattern. Gut, wenn alle Stricke reißen, wird es eben London.

    Alles Gute zum Valentinstag!

  • #2

    Albert (Montag, 04 Februar 2013 11:26)

    Danke für die vielen Anregungen, auf der Suche nach dem richtigen Valentinsgeschenk bin ich schon oft an den Rand der Verzweiflung angelangt. Ich denke auch das ich meiner Liebsten bzw. uns einen Kurztrip übers Wochenende schenken werde.