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Making of "Die MeErkenntnis"

Das fertige Werk: "Jede Menge Erben"
Das fertige Werk: "Jede Menge Erben"

Wie meine Kurzgeschichte für die Anthologie "Jede Menge Erben" entstand


Es war Mitte Mai 2013, als ich erfuhr, dass Siegfried Dierker eine Anthologie für Autoren des BoD-Autorenpools ins Leben rufen wollte. In dieser Autorengemeinschaft habe ich 2009 meine ersten Schritte in der Autorenwelt unternommen und von den anderen Autoren eine Menge wichtiger Tipps und Tricks gelernt und von ihren Erfahrungen profitiert. 

 

Und jener Siegfried Dierker fiel mir schon damals als absolut kompetenter Profi auf. Seine ehrliche und geradlinige Art kam nicht bei jedem Autorenkollegen gut an und viele wissen es noch heute nicht zu schätzen, wie wichtig konstruktive Kritik ist. Wer sich als Autor nicht weiterentwickeln will, wer Kritik nicht hören will, der macht meines Erachtens einen elementaren Fehler. Und am besten ist es, wenn die Kritik präzise, geradlinig und direkt ist. 

 

Mein Debütroman "Adria-Express" wurde dann Ende 2010 veröffentlicht und ich bekam eine Menge positiver Resonanz. Das hat mich gefreut, aber ich war auch immer auf der Suche nach Menschen, die mich auf Verbesserungspotenziale hinweisen würden. Doch auf die Schulter klopfen ist immer einfacher als Kritik zu äußern. Ich schrieb Siegfried an, fragte ihn einfach mal, ob er sich mein Buch anschauen könnte. Mich würde einfach interessieren, wie er es qualitativ einordnen würde.

 

Nach einigen Wochen bekam ich Post. Er hatte im Buch Anmerkungen gemacht. Und auf mehreren Seiten wies er mich auf Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten hin. Er analysierte meine Protagonisten und gab seine Einschätzung zu Cover, Schriftsatz und Story ab. 

 

Ich weiß zu schätzen, welches Glück ich hatte, dass sich Siegfried so intensiv mit meinem Roman beschäftigt hatte. Noch heute lese ich hin und wieder seine Anmerkungen durch und versuche, seine Ratschläge zu beherzigen. 

 

Nach dieser Vorgeschichte war für mich klar, dass es eine Ehre für mich ist, an seinem Gemeinschaftsprojekt teilzunehmen. Gesucht wurden Kurzgeschichten, ein für mich bis dato unbekanntes Terrain. Zwar schrieb ich bereits kurze Geschichten für zwei Bücher, doch dabei handelte es sich um Fanbücher zu Eintracht Frankfurt und Michael Jackson und die Beiträge waren eher Beschreibungen von Erlebtem. Eine Kurzgeschichte kreieren, das war neu für mich. Aber ich wollte es versuchen. Kurze Zeit später wurde bekanntgegeben: Es soll um das Thema "Erbe" gehen. 

 

Nun, ich muss zugeben, dass mich dieses Thema zunächst ein wenig abgeschreckt hat. Ich wollte meinem Stil, meinem Thema, dem Reisen, dem Suchen und Finden im Leben, dem Bezug zum Süden und zum Meer, eigentlich treu bleiben. Doch mir fiel zunächst nichts ein. 

Der Hafen von Riccione: Inspiration zur Kurzgeschichte "Die MeErkenntnis"
Der Hafen von Riccione: Inspiration zur Kurzgeschichte "Die MeErkenntnis"

Ende Juni brach ich dann auf in Richtung Italien. Natürlich hatte ich mein kleines Netbook mit dabei, schließlich wollte ich vor allem an meinem dritten Roman schreiben. Doch in Riccione angekommen, spukte mir Siegfrieds Projekt im Kopf herum. Ich saß auf der Terrasse meines Hotels - und hatte keine Idee. Ich setzte mich abends an den Strand und blickte hinaus auf das Meer, eigentlich eine sichere Quelle der Inspiration für mich - und hatte keine Idee.

 

Irgendwann spazierte ich an einem Abend an den Hafen, und setzte mich auf jene Bank, die man auf dem Foto rechts am Rand sehen kann. Ich blickte mich um und so ganz langsam kamen mir einige Gedanken und Ideen. Ein paar Tage zuvor war ich noch durch das hektische geschäftige Frankfurt gelaufen und nun saß ich hier in dieser stillen besonderen Atmosphäre eines kleinen Hafens in Italien. Die Gedanken in meinem Kopf waren ziemlich wirr, irgendwas musste es sein. Ein Erbe, vielleicht eine dieser tollen Luxusyachten, die im Hafenbecken gegenüber vor Anker lagen? Für einen Geschäftsmann, der aus Frankfurt hier her kommen muss? Der gar keinen Sinn für dieses Leben hier hat? 

Die "Lady Luna" aus meiner Kurzgeschichte
Die "Lady Luna" aus meiner Kurzgeschichte

Ich stand auf und ging ein paar Meter weiter. Ließ mich nieder auf der Treppe, die man auf dem Foto links sehen kann. Und blickte auf das kleine, unscheinbare alte Boot, was vor mir im Wasser lag. Am nächsten Tag setzte ich mich wieder auf jene Treppe und hatte dieses Mal mein Netbook dabei. Ich fing an zu schreiben. Irgendwann saß ich im Dunkeln und es war weit nach Mitternacht. 

 

Am nächsten Tag saß ich auf der Hotelterrasse und mir fiel auf, dass ich viel zu viel geschrieben hatte. Normalerweise schreibe ich Romane und genau so schrieb ich am Vorabend auch meine Geschichte auf. Sie war vielleicht zur Hälfte fertig und hatte schon längst die maximale Zeichengröße erreicht. 

 

Ich bekam Zweifel, ob ich meine Geschichte überhaupt als Kurzgeschichte würde erzählen können. Lag in diesem Stoff nicht eher die Grundlage für einen Roman? Wie viel kann man ausdrücken in einer Kurzgeschichte von maximal 20.000 Zeichen? Ich wollte die Zeit vor Ort nicht mit Überarbeitungen und technischen Fragen verbringen, deshalb ging ich wieder an den Hafen und schrieb einfach, was mir in den Sinn kam. Ich musste die Zeit nutzen, in der ich die Atmosphäre spürte.

 

Zuhause angekommen stand ich vor der schweren Aufgabe, meine Aufzeichnungen so zu überarbeiten, dass die Voraussetzungen für eine Aufnahme in die Anthologie erfüllt wurden. Das war eine interessante Erfahrung. Und es fiel mir sehr schwer. Ganz offensichtlich bin ich als Autor wohl eher der Romanschreiber. 

 

Meine Geschichte brauchte schließlich einen Titel. Erstaunlicherweise fallen mir bei meinen Romanen die Titel als erstes ein. Ich weiß, wie mein Roman heißen wird, noch bevor ich ein Wort geschrieben habe. Bei dieser Kurzgeschichte fiel mir dagegen nicht viel ein. Ich hatte die Wahl zwischen "Die Aufgabe" und "Die Bedingung" und fragte einige Leute, welchen Titel sie besser fanden und gab ihnen die Geschichte zu lesen. Die Begeisterung für meine Vorschläge hielten sich in Grenzen. Abends erhielt ich dann eine Nachricht: "Wir haben einen Titel für dich. "Meerkenntnis", ein Wortspiel aus Meer und Erkenntnis." Das fand ich gleich klasse. Es passt zur Geschichte und es passt zu mir. Ich entschied mich dann für die Schreibweise "Die MeErkenntnis".

 

Es folgte die nervenaufreibende Zeit der Korrekturen. Es ist nicht immer ganz einfach, das Manuskript zurück zu erhalten mit all den Anmerkungen. Hier dies, da das, zu viel, zu wenig, zu unklar, schlecht formuliert, Priorität doch eher auf dies oder das legen, ... Alles nochmal durcharbeiten, Entscheidungen treffen, umschreiben und irgendwann sagen: Fertig!

 

In der Zwischenzeit hatte sich das Projekt weiter entwickelt. Als Gestalter des Covers und Verantwortlicher für das Marketing konnte mit Matthias Gerschwitz ein Mann gewonnen werden, der in den letzten Jahre nicht nur durch viele Medienauftritte als Autor aufgefallen war, sondern der so manches Buchcover und so manchen Werbeflyer professionell entworfen hatte. Ein Profi wie Siegfried, mit viel Erfahrung und Ideenreichtum. 

 

Es ist schon etwas Besonderes, wenn man dann das fertige Buchcover präsentiert bekommt. Das war am 1. August 2013 der Fall. Die Vorfreude war groß, einige sehr interessante Autoren beteiligen sich am Projekt. Die Geschichten durchliefen noch ein Korrektorat und dann war es soweit: Am 13. August 2013 hatte "Jede Menge Erben" Geburtstag.

 

Herausgekommen ist ein buntes Buch. Geschichten, so unterschiedlich wie die Autoren, die sie beigesteuert haben. Ja, es war aufregend, die Beiträge der Kollegen im fertigen Buch zu lesen. Und einige der Geschichten bekommt man nach dem Lesen kaum aus dem Kopf. Die Ansätze der Autoren waren vielfältig und deshalb wird es einem beim Lesen auch nie langweilig. Übrigens lohnt es sich auch, die Autorenvorstellung am Ende zu lesen. Ich jedenfalls bin sehr neugierig geworden auf den einen oder anderen Autoren ...

 

Wir alle freuen uns auf das, was nun kommen mag. "Die MeErkenntnis" wird ihren Weg zu Lesungen finden, da bin ich mir sicher. Sie passt wunderbar in meine bisherigen Veröffentlichungen.

 

Wer neugierig geworden ist: "Jede Menge Erben" gibt es im örtlichen Buchhandel und natürlich im Online-Buchhandel als Taschenbuch für 11,90 Euro (220 Seiten). Als E-Book kostet es 5,99 Euro. Wir freuen uns sehr über Rückmeldungen, gerne in Form von Rezensionen.

 

Der Link zu Amazon:

Jede Menge Erben

 

Aber ...

 

... dem örtlichen Buchhändler mal einen Besuch abzustatten und sich das Buch dort ohne Meerkosten, pardon, Mehrkosten, zu bestellen, ist eine richtig gute Idee. Denn der Buchhändler um die Ecke ist es, der mit Herzblut Bücher lebt und liebt, der Lesungen organisiert und der das Erlebnis aufrecht erhält, ein Buch anzufassen, in ihm zu blättern und mit allen Sinnen in der Welt der Literatur zu stöbern.

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Kommentare: 2
  • #1

    Frauke Ahlers (Sonntag, 01 September 2013 17:03)

    Schön erzählt und sehr schön auch das Lob für den Buchhändler vor Ort, dem ich nur beipflichten kann

  • #2

    Heidi Christina Jaax (Dienstag, 17 September 2013 10:06)

    Ich bewundere immer wieder deine unnachahmliche Art, Etappen deiner Autorenlaufbahn und Projekte zu schildern, welche sich dann lesen wie ein Roman. Nie würde es mir bei deinen Texten einfallen, nach einem Absatz abzubrechen, wie ich es bei Selbstbeweihräuchern regelmäßig tue. Wir haben etwas gemeinsam, ich bin auch am liebsten am Meer, ganz gleich in welchem Land!

    LG und viel Erfolg für die Zukunft, Heidi