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Jetzt wird es schön schräg: Die Angst oder Abscheu vor der Leere, der »Horror vacui«, geht um. Aber lest selbst, was Hans-Hubert Streusalzwiese zu dieser Erblast eingefallen ist ... 

Hans-Hubert Streusalzwiese: »Horror vacui«

»Liebe Mitpatienten, ich erzähle euch von meiner Krankheit. Ich weiß, im Aufenthaltsraum einer Nervenheilanstalt ist das kein besonders originelles Thema. Das ist ungefähr so, als erzählte man Bestattern von Särgen, um ihnen mal etwas Abwechslung und Kurzweil zu verschaffen. Aber da ich heute Geburtstag habe, erlaube ich mir, eine kleine Rede zu halten. Als Entschädigung steht euch ein kleines Buffet bereit. 


Ich war und bin ein Durchschnittsmensch. Bevor ich krank wurde, lebte ich vor mich hin, ging in Discos, schaute Fußball. Traf mich mit Freunden, genoss weibliche Gesellschaft. Erfreute mich auch der Vergnügungen, die Alkohol, Internet und Fernsehen spenden können. 


Der Beruf, den ich in gesunden Tagen ausübte, ist nicht gerade darauf ausgelegt, dauerhafte Dinge zu hinterlassen. Als Angestellter eines Hausmeisterservices mähte ich Rasen, schnitt Hecken, putzte Fenster, räumte Schnee. Alles Tätigkeiten, die keine dauerhafte Spur hinterlassen. Aber das beschwerte mich nicht. Bis die Vergänglichkeit in mein Leben trat ...«

Hans-Hubert Streusalzwiese liebt das Schräge und Abwegige: »Horror vacui« (lat.: Die Abscheu vor der Leere) ist der beste Beweis dafür. Was als Geburtstagsansprache beginnt, ist letztlich ein Monolog über das »Nichts« und das »Etwas« ... aber was nun das Eine und was das Andere ist, möge der Leser selbst herausfinden, der Autor verweigert sich der Deutungshoheit. Das »Erbe« besteht in dieser Erzählung aus einer »Erblast«: dem nie versiegenden Wunsche, ein »Nichts« zu füllen – egal mit was ...