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Was ist eigentlich "Inter-Rail"?

Werbeplakat der italienischen Bahn
Werbeplakat der italienischen Bahn

Nicht jeder kann etwas mit dem Begriff „Interrail“ anfangen. Was ist das eigentlich? Das sogenannte Interrail-Ticket geht langsam auf seinen 40. Geburtstag zu. Im Jahre 1972 wurde es ins Leben gerufen, anlässlich des damals 50jährigen Bestehens des internationalen Eisenbahnverbandes UIC. Damit sollten junge Leute die preiswerte Möglichkeit erhalten, ihren Kontinent mit der Bahn kennenzulernen. Damals gab es eine Altersbegrenzung bis 21 Jahre, die später auf 23 und 1979 auf 26 Jahre heraufgesetzt wurde. Bereist werden konnten die Mitgliedsstaaten des UIC: Belgien, BRD, Dänemark, DDR, Finnland, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Irland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Nach der Öffnung Osteuropas und dem Entstehen von neuen Staaten sind es mittlerweile 30 Länder, die mit dem Interrail-Ticket bereist werden können. Zwischenzeitlich gab es verschiedene Zonen, so dass man sich kostengünstig auch auf einige Länder beschränken konnte. Mittlerweile gibt es das Interrail-Ticket als „Global Pass“ nicht nur für junge Leute, sondern auch für Erwachsene und sogar als Seniorenticket.

 

Mit dem Interrail-Ticket braucht man sich nicht mehr um Fahrkarten zu kümmern. Die meisten Züge sind mit dem Ticket nutzbar, nur die Hochgeschwindigkeitszüge der Fernverbindungen kosten einen Zuschlag. Ebenso muss für reservierungspflichtige Züge noch eine Reservierung erworben werden. Schon immer galt: Das eigene Land ist im Preis nicht inbegriffen. Von daher wurde oft der schnellste Weg zur nächsten Grenze genommen, um den Interrail-Trip zu starten. Ansonsten ist die Freiheit des Reisens grenzenlos, Spontanität ist kein Problem und Erfindungsreichtum ist angesagt. Mit einem schmalen Budget so viel wie möglich von der Welt zu sehen, das war und ist für viele junge Menschen noch immer das Ziel ihrer Reise. Der Wegfall der früher für Interrailer so beliebten Nachtzüge ist eine Gefahr für die Kultur des Interrail-Reisens. Denn nur allzu gerne wurden die Nachtzüge genutzt, um ohne Mehrkosten ein Dach über dem Kopf zu haben und während der Nacht die Entfernung zum nächsten Zielort zu überbrücken. Und wer kein Geld für eine Übernachtung in einer Stadt hatte, die er gerne auch am nächsten Tag noch genießen wollte, der schlief entweder im Bahnhof oder nahm einen Nachtzug, um auf halber Strecke in den Gegenzug zu steigen und auf diese zweigeteilte Weise die Nacht zu überbrücken.

  

Für viele Jugendliche war das Interrailen die erste eigenständige Möglichkeit des Urlaubens. Und es war ein Abenteuer in fremden Ländern, ein ständiges Organisieren und Improvisieren. Interrail war ein Garant dafür, Gleichgesinnte kennenzulernen. Gemeinsam konnte man den Widrigkeiten besser trotzen, die trotz aller Eisenbahnromantik diese intensive Art des Reisens auch immer bereithielt.